Moya zieht ein anderes Register
und bleibt trotzdem seiner wunderbaren Welt treu.
Wir sind weit entfernt vom uns bekannten
Register des „Dirigenten der Neuen Schule Nizzas“. Er verzichtet diese
Mal auf sein Fetisch, den kleinen Moya, in der Version Comics seines Selbstportraits
und spielte auch nicht mit den Buchstaben seines Namens, der sonst all
seine Werke kennzeichnet. Patrick Moya stellt sich neuen Herausforderungen
und erzählt die dramatische Geschichte Johannes de Täufers und
dies auf einem ungewöhnlich schwierigen Untergrund. (den Wänden
einer Kapelle)
Bei dieser Stilübung bewahrt
Moya seine eigene Welt, mediterran, bunt und sinnlich, kobaltblauer Himmel,
Zypressen und Pinien, bevorzugt Tiere (Bären, Schafe oder Schlangen)...
Für das erste Mal in seinem Werk fügt er dem eine bildlich-realistische
Darstellung des menschlichen Körpers und Gesichts hinzu:
Mit vereinfachter Technik, mittels
großer, gleichmäßiger rosiger Flächen, verziert durch
dunkele Schatten gut eingeordnet, offenbart sich der menschliche Körper
in seiner ganzen Harmonie. Sicherlich handelt es sich hier um seinen eigenen
Körper und es ist das Markenzeichen Patrick Moyas sein Selbstbildnis
nachzuahmen und zu deklinieren. Aber hier übertrifft er die einfachen,
narzisstischen Dimensionen, um uns in eine wunderbare Scheinwelt zu entführen.
Obwohl es sich hier um eine tragische Geschichte handelt, die mit der Enthauptung
endet, hat Patrick Moya uns eine Version beschert, die sämtliche Schuldgefühle
und Verleumdungen ausmerzt. Der Schädel des Heiligen ist nicht blutend
dargestellt und selbst der beflügelte Teufel sieht nicht boshaft
aus und die Flammen, die ihn umgeben erinnern eher an einen Herbstwald,
als die Qualen der Hölle. Als Erinnerung bleibt uns eine harmonische,
bunte, grüne Welt...ähnlich der Version, die uns Patrick Moya
in seinem ganzen Werk beschert. Ein Hauch von reinem Glück! |
 |